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Wieso minimalinvasive Zahnheilkunde wichtig ist

von Prof. Dr. Gregor Slavicek

Das geringstmögliche therapeutische Eingreifen in das Kauorgan ist sowohl aus Sicht der PatientInnen, aber auch aus Sicht einer verantwortungsbewussten Zahnmedizin anzustreben. Warum das so ist und wieso Sie darauf Wert legen sollten, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Weniger ist mehr

Minimalinvasive Techniken sind in der Medizin schon weit verbreitet. Ziel ist es, vor allem negative Effekte und Nebenwirkungen von Therapien zu verhindern und die Belastung für den Patienten so gering wie möglich zu halten. Eine minimalinvasive Zahnmedizin ist darüber hinaus noch bestrebt, möglichst substanzschonend und substanzerhaltend vorzugehen [1]. 

Die minimalinvasive Zahnmedizin

Auch in der Zahnmedizin gibt es bereits viele Ansätze, die Patienten neue Möglichkeiten bieten. Die minimalinvasive Zahnmedizin unterscheidet sich von konventionellen Techniken im Bestreben, möglichst viel der natürlichen Zahnsubstanz auch bei erforderlichen Rekonstruktionen zu erhalten. Dabei kommen spezielle Technologien, Instrumente und Materialien zur Anwendung. Minimalinvasive Techniken sind sowohl in indirekten als auch in direkten Verfahren umsetzbar [2]. 

Indirektes Verfahren: 

Zahnarzt arbeitet mit dem Zahntechniker zusammen, der Zahnersatz wird dabei anhand eines Modells hergestellt und anschließend in den Mund eingegliedert. 

Direktes Verfahren:  

ermöglicht es, einen bestehenden Defekt durch geeignete Materialien im Mund zu ersetzen. Welches Verfahren im Einzelfall die beste Option darstellt, kann anhand der Ausgangssituation entschieden werden. 

Prävention und Erhalten

Der erste Schritt in die Richtung der minimal invasiven Zahnheilkunde ist die Erhaltung der natürlichen Zahnsubstanz und die Erhaltung eines entzündungsfreien Zahnhalteapparates. Dies geschieht durch konsequentes tägliches Zähneputzen, unterstützt durch regelmäßiges Einhalten der Termine zur Vorsorge beim Zahnarzt und dem Gang zur professionellen Zahnreinigung. Sollte es trotzdem zu einem Schaden an einem Zahn gekommen sein, wird vom Zahn – wenn überhaupt – nur ganz geringfügig Substanz abgetragen [3]. In solcher Form sind auch Defekte an Zähnen, die durch übermäßiges Zähneknirschen entstanden sind, schonend zu korrigieren. 

Minimalinvasive Verfahren

Die Wiederherstellung der Funktionen des Kauorgans muss dabei das oberste Ziel sein. Verschiedene prothetische Verfahren sind heute minimal invasive möglich [4]: 

– Veneers –dünne Keramikschalen, die auf geringfügig präparierte Zähne aufgeklebt werden; eine optimale funktionelle-ästhetische Wiederherstellung wird ermöglicht 

– Teilkronen – es wird nur der zerstörte Anteil des Zahnes ersetzt, die noch gesunde Zahnhartsubstanz bleibt erhalten 

– Implantat-unterstützte Einzelkronen – ein nichtangelegter oder verlorengegangener Zahn wird mittels Einzelkrone, welche auf einem Implantat fixiert wird, ersetzt; dabei bleiben die Nachbarzähne unberührt 

Ein schonender Umgang ist anzustreben

Zahnärztliche Maßnahmen bis hin zu komplexen oralen Rehabilitationen können auch als Folge von erworbenen oder angeborenen Störungen, Traumen oder Erkrankungen des Kauorgans erforderlich werden. Auch in solchen Situationen sind schonende, dem Ausgangszustand angepasste zahnärztliche Maßnahmen anzustreben, die auf Basis von fundierten diagnostischen Maßnahmen geplant und umgesetzt werden. Die Wiederherstellung der Funktionen des Kauorgans muss dabei das oberste Ziel sein. Dies können Sie beispielsweise  mittels Kaufunktionstests überprüfen lassen.

Bleiben Sie gesund! 

Ihr Orehab Minds-Team 

1 Ericson, D et al. Minimally invasive dentistry—concepts and techniques in cariology Oral Health Prev Dent 1.1; 59-72 (2003)

2 Reich, S. et al. A chairside concept for increasing the vertical dimension of occlusion

in the maxilla and mandible International journal of computerized dentistry 22.1: 81-98 (2019)

3 Kielbassa, AM et al. Closing the gap between oral hygiene and minimally invasive dentistry: a review on the resin infiltration technique of incipient (proximal) enamel lesions.

Quintessence international 40.8 (2009)

4 Edelhoff, Daniel, et al. Minimalinvasive Behandlungs-konzepte in der festsitzenden Prothetik. Quintessenz 65.5: 589-600 (2014) 

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