In der heutigen Ausgabe stellen wir dar, dass es durchaus signifikante Unterschiede in den Bruxiermustern im Wachzustand und im Schlafen geben kann, nachdem in der letzten Ausgabe der Bird´s Eye View anhand eines Fallberichts demonstriert wurde, dass nahezu idente Ergebnisse möglich sind. Es ist daher zu empfehlen, den BruxChecker sowohl im Schlaf als auch im Wachzustand einzusetzen, wenn dies die klinischen Daten nahelegen.
Die Daten wurden von Dr. Ksenia Nafigina vom German Implantology Center in Moskau. zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle nach Moskau.
In today‘s issue we show that significant differences in the bruxing patterns may be found in awake state and during sleep; in the last issue of Bird‘s Eye View we showed that almost identical results are possible. It is therefore recommended to use both BruxCheckers, during sleep and while awake, if the clinical data suggest an analysis of the individual bruxing behavior
The data were provided by Dr. Ksenia Nafigina from the German Implantology Center in Moscow. Many thanks to Moscow at this point.
Es wurden zwei BruxChecker angefertigt, jeweils ein BruxChecker für den Ober- und den Unterkiefer. Der Patient wurde instruiert, einen BruxChecker im Schlaf zu verwenden, den anderen im Wachzustand. Die BruxChecker wurden in dem von OREHAB Minds empfohlenen Schema ausgewertet.
Two BruxCheckers were made, one each for the upper and lower jaw. The patient was instructed to use one BruxChecker while sleeping and the other while awake. The BruxChecker were evaluated in the scheme recommended by OREHAB Minds.
Die quantitative Analyse zeigt unterschiedliche Werte für das Bruxieren im Schlaf und im Wachzustand. Dies trifft in erster Linie die laterale Verteilung und ist auch an den Flächenangaben gut zu erkennen. Anzahl und die Größe der TCA´s (Tooth Contact Areas) unterscheiden sich erheblich.
Die beschriebenen Unterschiedene sind zum Teil auf Ober- und Unterkiefer zurückzuführen. Jedoch können insbesondere die Rechts- Links Unterschiede nicht durch die unterschiedliche BruxChecker Anwendung (Ober- vs. Unterkiefer) erklärt werden.
The quantitative analysis shows different values for bruxing for sleep and awake BruxChecker. This primarily affects the lateral distribution and is clearly evident in the values for area. The number and size of the TCAs (Tooth Contact Areas) vary considerably.
The differences described are partly due to the upper and lower jaw BruxChecker. However, the right-left differences in particular cannot be explained by the different BruxChecker application (upper vs. lower jaw) only.
Ein deutlicher Unterschied in der Verteilung rechts versus links kann sowohl für das Schlaf- als auch das Wachbruxieren erkannt werden: 6 TCA´s rechts und 11 TCA´s links wurden im Wachzustand erzeugt, 14 TCA´s rechts und 7 TCA´s links im Schlaf. Auch die Verteilungen der Flächen unterscheiden sich mit 29.6% (9.5mm2) rechts bzw. 70.4% (22.6mm2) links für das Bruxieren im Wachzustand und 62.3% (23.0mm2) rechts bzw. 37.7% (13.9mm2) links für das Bruxieren im Schlaf deutlich.
A clear difference in the distribution of right versus left apears for both sleep and awake bruxing: 6 TCAs on the right side and 11 TCAs on the left counted, 14 TCAs right, and 7 TCAs left on the sleep BruxChecker. The area distributions differ with 29.6% (9.5mm2) right, 70.4% (22.6mm2) left for bruxism in the waking state, and 62.3% (23.0mm2) right and 37, 7% (13.9mm2) left for bruxing during sleep.
Die sagittale Verteilung der TCA´s hingegen unterscheidet sich für Schlaf und Wachzustand nicht so sehr in der Anzahl, sondern in den Flächen und der prozenteullen Anteilen:
Awake: die anteriore Kontrolle ist mit 7 (3 rechts und 4 links) TCA´s (41.2%) gegeben – der prozentuelle Anteil zu hoch; die posteriore Abstützung erfolgt nur über 9 TCA´s (52.9%) – der prozentuelle Anteil in Relation trotzdem etwas zu hoch. Davon finden sich 3 auf der rechten und 6 auf der linken Seite. Die Flächenverteilung ist zugunsten des hinteren Abschnitts verschoben: 16.6% (5.3mm2) anterior und 82.6% (26.5mm2) posterior.
Sleep: die anteriore Kontrolle ist mit 7 (5 rechts und 2 links) TCA´s (33.3%) gegeben – der prozentuelle Anteil liegt im erwarteten Bereich; die posteriore Abstützung erfolgt über 11 TCA´s (52.4%) – der prozentuelle Anteil in Relation etwas zu hoch. Davon finden sich 8 auf der rechten und nur 3 auf der linken Seite. Die Flächenverteilung ist zugunsten des vorderen Abschnitts verschoben: 56.8% (21.0mm2) anterior und 31.7% (11.7mm2) posterior.
In contrast, the sagittal distribution of the TCAs does not differ so much in the number of sleeping and waking states, but remarkable in the areas and percentages:
Awake: the anterior control comprises 7 (3 right and 4 left) TCAs (41.2%) – so, an increased percentage; the posterior support consists of 9 TCAs (52.9%) – so, an increased percentage as well. The area shifted in favor of the posterior section: 16.6% (5.3mm2) anterior and 82.6% (26.5mm2) posterior. There are 3 TCA´s on the right and 6 on the left.
Sleep: the anterior control comprises 7 (5 right and 2 left) TCA‘s (33.3%) – the percentage is within the expected range; the posterior support is provided by only 11 TCAs (52.4%) – but still an increased share. There are 8 TCA´s on the right and only 3 on the left. The area shifted in favor of the anterior section: 56.8% (21.0mm2) anterior and 31.7% (11.7mm2) posterior
Die Kennzahlen und Verteilungen können auch in der Übersicht analysiert werden.
The key figures and distributions can also be analyzed in the overview.
Der Unterschied zwischen den Ergebnissen im Schlaf und im Wachzustand kann anhand der drei Faktoren Anzahl, Fläche und Prozent auch mit der Multiskala-Grafik dem Patienten erläutert werden.
The difference between the results during sleep and while awake can be explained to the patient using the three factors number, area and percentage, as displayed in multi-scale graphics.
Schlaf/Asleep:
Die Analyse der Flächenverteilung der TCA´s erfolgt über die Grafik Abriebstellen per Abschnitt. Ähnliche Größen der TCA´s in einem Abschnitt resultieren in einer kleiner Box-Whisker Grafik für den jeweiligen Abschnitt. Große Grafiken zeigen also ganz unterschiedlich große Flächen der TCA´s an. Je niedriger die Box-Whisker Grafik positioniert ist, desto kleiner die TCA´s in diesem Abschnitt. Der Unterschied zwischen Wach- und Schlaf-BruxChecker ist offensichtlich.
The analysis of the area distribution of the TCA‘s is carried out via the graphic abrasion per section. Large graphics correspond with different sized areas of the TCA‘s. Similar sizes of TCA‘s in a section result in a small (narrow) box-whisker graph for that particular section. The lower the box-whisker graph is positioned, the smaller the TCA‘s in that section. The difference between wake and sleep BruxChecker is noticeable.
Wach/Awake:
Schlaf/Asleep:
Die beschriebenen Unterschiede können bei reiner Betrachtung nicht so einfach erkannt werden.
The differences described cannot be recognized easily just by looking at.
Wachf/Awake:
Schlaf/Asleep:
Eine mögliche Behandlungsstrategie zielt darauf ab, die Verteilungen der TCA´s zu optimieren, und dabei beide Informationen (Schlaf- und Wach-BruxChecker) heranzuziehen. Okklusale Veränderungen zieleen auf die Optimierung der Verteilung innerhalb der Zahnbögen und die deutlichere Einbeziehung der aktiven und passiven zentrischen Kontakte beim Bruxieren ab.
A possible treatment strategy aims to optimize the distributions of the TCAs, using both information (sleep and wake BruxChecker). Occlusal changes aim to optimize the distribution within the dental arches and more clearly involve the active and passive centric contacts in bruxing.
Wach/Awake:
Schlaf/Asleep:
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