Mai 2021 / May 2021
in der heutigen Ausgabe wollen wir unseren Kunden vertiefende Informationen zur klinischen Interpretation der DRS BRUX Reports bieten.
In today‘s issue we want to offer our customers more detailed information on the clinical interpretation of the DRS BRUX reports.
1.a. Die Wertetabelle für alle jene, die Kennzahlen bevorzugen:
1.a. The Value Table for all those who prefer key figures:
In der Spalte Anzahl (n) können Sie die Menge der Abriebstellen gesamt oder für relevante Abschnitte der Okklusion ablesen. In der Spalten Fläche absolut (in mm2) werden die Flächen der Abriebstellen gesamt oder für relevante Abschnitte der Okklusion in Quadratmillimeter angegeben. Die Prozentangaben helfen Abweichungen in den Verteilungen schnell zu erfassen.
In diesem Beispiel sind 32 Abriebstellen entdeckt worden, davon liegen 14 rechts (43,8%) und 18 links (56,2%). Interessant und bemerkenswert ist in diesem Fall, dass die Fläche gesamt (224,2 mm2) zu 57,6% auf der rechten Seite liegen (129,1mm2). Dies bedeutet eine geringere Anzahl mit größerer Fläche auf der rechten Seite.
Anmerkung: die Gesamtfläche von >200mm2 ist ein hoher Wert, die Anzahl 32 liegt dagegen eher im mittleren Bereich.
In the column Number (n) the amount of abrasion areas for total or for relevant sections of the occlusion are summarized. In the column Area absolute (in mm2) the areas of the abrasion facets are presented for total or for relevant sections of the occlusion. The percentages help to grasp the distribution quickly.
In this example, 32 abrasion facets have been discovered, of which 14 are on the right (43.8%) and 18 on the left (56.2%). In this case it is interesting and noteworthy, that 57.6% of the total area (224.2 mm2) is on the right-hand side (129.1mm2). This means fewer, but larger abrasion areas on the right side.
Note: the total area of> 200mm2 is a high value, the number 32, on the other hand, is more in the middle range.
1.b. Die Übersicht Kennzahlen für die rasche Orientierung:
1.b. Overview of Key Figures for quick orientation:
2. Abriebfläche und Anzahl Abriebstellen pro Segment
2. Abrasion area and number of abrasion points per segment
Um die einzelnen okklusalen Segmente zu vergleichen eignen sich die beiden folgenden Diagramme, die sowohl Anzahl und Fläche in den einzelnen okklusalen Segmenten darstellen. In der Grafik Abrieb pro Segment werden die Flächen in den einzelnen Abschnitten herangezogen und in einem Box-Plot Diagramm zusammengefasst.
• Je größer die Box inklusive der „Wiskers“ („Schnurrhaare“), desto unterschiedlicher die Größe der Flächen in diesem Segment.
• Je höher die Box positioniert ist, desto größer die Abriebflächen.
• Je tiefer und je kleiner die Box für den jeweiligen Abschnitt, desto kleiner die Abrieb flächen in diesem Okklusionsabschnitt.
Nun kann abgeleitet werden, ob Anzahl und Flächen in den einzelnen Abschnitten ähnlich verteilt sind und ob dies den Erwartungen an eine physiologische Okklusion entspricht. Die Korrelation dieser Informationen mit klinischen Daten wie schmerzhafte Zähne, gingivale Rezessionen, parodontale Abbauten etc. stellt den nächsten Schritt in der systematischen quantitativen und qualitativen Analyse des Bruxismus dar.
The two following diagrams, which show number and area in the individual occlusal segments, are suitable for comparing occlusal segments. In the diagram Abrasion per segment, the areas in the individual sections are used and summarized in a box plot diagram.
• The larger the box including the „whiskers“, the more variance in size of the abrasion areas within this particular segment.
• The higher the box is located, the larger the abrasion areas.
• The lower and/or smaller the boxes are, the smaller the abrasion areas in this
section of occlusion.
It can now be deduced if number and areas are similarly distributed in the individual sections and whether this corresponds to the expectations of a physiological occlusion. The correlation of these information with clinical data such as painful teeth, gingival problems, periodontal degradation, etc. represents the next step in the systematic quantitative and qualitative analysis of Bruxism.
3.Vergleich anterior vs. intermediär vs. posterior
3.Comparison anterior vs. intermediate vs. posterior
Der Vergleich der Abschnitte der Okklusion (anterior vs. intermediär vs. posterior) kann rasch mit Hilfe der Grafik Anzahl Abriebstellen pro Abschnitt erfolgen. Alle Abschnitte sollten beim Bruxieren beteiligt sein, wobei die Anzahl von anterior nach posterior ansteigen sollte. In dem ausgewählten Beispiel ist anterior nur mit einer Abriebstelle beteiligt, der propriozeptive Input über die anterioren Zähne bzw. die anteriore Führung ist nicht gegeben. Ggfs. liegt ein anterior offener Biß vor.
Die multiskalare Grafik zeigt alle relevanten Indikatoren in einer Grafik über die Skalen an: die Anzahl, die Fläche und die Prozente, jeweils für anterior, intermediär und posterior. Dies kann im Einzelfall gut für die Begründung einer erforderlichen therapeutischen Maßnahme (in diesem Beispiel möglicherweise Etablierung einer anteriore Führung durch kieferorthopädische Intervention) herangezogen werden. Selbstverständlich auch zur Korrelation mit klinischen Daten im Falle einer kranio-mandibulären Dysfunktion.
The comparison of the sections of occlusion (anterior vs. intermediate vs. posterior) can be done quickly using the graphic number of abrasion spots per section. All sections should be involved during bruxing, with an increasing number of abrasion areas from anterior to posterior. In the example selected, the anterior section is only involved with one abrasion spot, the proprioceptive input via the anterior teeth or an anterior guidance is not present. There is the possibility of an anterior open bite.
The multiscale graphic shows all the relevant indicators in one graphic above the scales: the number, the area and the percentages for anterior, intermediate and posterior. In individual cases, this can be used to justify a required therapeutic measure (in this example, possibly establishing an anterior guidance through orthodontic intervention). In addition to correlate bruxing with clinical data in the case of a cranio-mandibular dysfunction.
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